Gerhard groß in Fahrt – in die Schweiz und nach Italien

Kaum zu bremsen ist weiterhin mein Elektroroller-Mitstreiter Gerhard Keppeler. Das Furkajoch konnte (wie berichtet) seinen Tatendrang nicht bremsen. Was sollte da noch passieren? Auf jeden Fall beflügelte dieses Erfolgserlebnis Gerhard zu neuen Taten.

Nach der Übernachtung in Damüls packte er zum Beispiel gleich einmal das fast 1500 Meter hohe Faschinajoch. Auch wieder so ein Motorrad-Buckel. Doch auch das war für den Neckarhäuser kein Problem.

Durchs das Biosphärengebiet Großwalsertal (ein herrliches Stückchen Erde) steuerte er dann die Bezirkshauptstadt Bludenz an – Herz der Alpenregion, in dem unter anderen die legendäre Milka-Schokolade produziert wird. Ob Gerhard da irgendwo lila Kühe gesehen hat?

Vielleicht hatte er aber auch gar keine Augen dafür. Schließlich zog es ihn ins Montafon, wo sich Literatur-Nobelpreisträger Ernest Hemingway genauso wohl gefühlt hatte wie die Nürtinger Verleger-Legende Gustav Senner, lange Zeit an der Spitze unserer Nürtinger Zeitung.

Danach genoss er die etwas mehr als 25 Kilometer lange Silvretta-Hochalpenstraße hinauf auf die Bielerhöhe und wieder hinunter ins Paznauntal. Danach wartete ja schon die nächste Bezirkshauptstadt: Landeck.

Dot tankte er über Nacht Kraft. Am nächsten Morgen stand schließlich schon eine weitere Herausforderung an. Innaufwärts steuerte er zunächst Martina in der Schweiz an, wo das Vallader, ein Dialekt des Rätoromanischen, gesprochen wird. Aber dort in Graubünden hatte er noch lange nicht genug. Die Passhöhe des Reschen, die mußte schon noch sein. Schließlich ist das ja auch die Wasserscheide zwischen Schwarzem Meer (über die Donau) und dem Mittelmeer (über die Etsch).

Gerhard entschied sich für Letzteres. Südtirol hatte es ihm angetan. Und so genoss mein Elektroroller-Mitstreiter den Abend und die Nacht in Schleis im Vinschgau. Auch dort gibt es übrigens eine Laurentiuskirche. Genau wie in Nürtingen.

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