Lieber auf Nummer sicher

Zweienhalb Stunden Laden  bringen den Emco dann doch noch ganz schön in Fahrt. Hätte ich gar nicht gedacht. Ins Zittern muss man also nicht kommen. Man kommt schon noch eine Strecke voran.

Ich hatte mir ja vorgenommen, mich ganz einfach treiben zu lassen. Ganz ohne Karte kann das freilich auch ein ganz schönes Risiko sein. Von Untergröningen bin ich einfach dem Kocher entlang auf der B19. Möglichst schnekl halt dann den Berg rechts hoch und hinüber ins Tal dr Jagst. Schließlich will ich erst ein Stück Richtung Osten und dann in Richtung Süden nach Reutte in Tirol.

min Orientierungssinn ist zwar nicht übel – aber dazu müsste es auch Straßen geben. Endlich, nach sieben Kilometern, ergibt sich die erste Chance. Ich nutze sie. Richtung Wegstetten, wo immer das auch sein mag. Hauptsache Osten. Die Strecke durch den Wald ist wunderschön.

In Wegstetten kommt dann eine Dreier-Wegkreuzung. Ich entscheide mich für links. Nur gefühlsmäßig. Im Zickzack geht es durch den Wald, und plötzlich ist der Asphalt weg. Eine “Strada Bianca” (wie die Italienr sagen) wartet auf mich – voller Staub. Und das dauert nicht nur ein paar Hindert Meter, sondern auch ein paar Kilometer. Daß es das in Deutschland noch gibt!

generic viagra Pommertsweiler kommt mir wieder bekannt vor. Obwohl ich Kilometer gesammelt habe, bin ich nicht recht voran gekommen. Sondern immer noch relativ nahe bei Untergröningen. War also jetzt quasi eine Fahrt im Dreiviertelkreis.

Schloss Adelmannsfelden ist in Privatbesitz. Nicht jeder darf rein

Macht nix! Nur nicht aufgeben. Schloss Adelmannsfelden kommt mir relativ bescheiden vor. Was aber andererseits kein Wunder ist. Der bekannteste Namensträger dieses Geschlechts, der Rundfunk- und Fernsehpfarrer Graf Adelmann von Adelmannsfelden, war ja auch stets bescheiden.

In Schrezheim habe ich dann bei der “zweiten Halbzeit”  eine runde Stunde Fahrzeit  absolviert. 27, 4 Kilometer sind nicht allzu viel, aber angesichts des Auf und Ab in den Ellwanger Bergen und der Strada Bianca auch nicht unbedingt übel.

Allerdings bin ich nun näher an Ellwangen, als ich eigentlich wollte. Daher nun schnell nach Süden. In Rainau-Buch kreuze ich wieder meine Wege bei der Limeswanderung, im Aalener Stadtteil Goldshöfe erinnere ich mich an die wilden Auseinandersetzungen in der Müll-Frage vor 30 Jahren, als behauptet wurde, die Pyrolyse, deren Pilotanalage hier errichtet wurde, sei die Lösung aller Dinge. Was sich als Reinfall entpuppte.

Auf der Steigung in Richtung B29 bewegt sich der “Tank-Zeiger”vor mir schon wieder bedenklich nach links. Nach den Erfahrungen vom Vormittag ist mir nun nicht mehr nach Risiko zumute. Unter der Autobahnbrücke der A7 peile ich die Lage. Nach Neresheim wären es nochmal 20 Kilometer bergauf durch fast menschenleeres Land. Diese Kiste ist mir dann doch zu heiß.

Übernachtung kurz vor dem Härtsfeld: Auch das Hotel Adler war sehr hilfsbereit.

Ins nahe Westhausen komme ich aber locker. Auch im dortigen Hotel Adler weist man mir sofort ohne Probleme einen Platz in der Garage zu, wo ich mein Vehikel bis zum Morgen an die Steckdose hängen kann. Dann geht es ab in den Süden. Ob ich es wohl an einem Tag nach Tirol schaffe?

Die Chancen scheinen mir nicht schlecht. Ohne ganz voll getankt zu haben, hat mich mein Roller an diesem Sonntag immerhin 156,8 Kilometer weit gebracht. Wenn ich morgen klug fahre, klug pausiere und klug tanke, könnte es tatsächlich klappen.

Posted from Heidenheim, Baden-Wurttemberg, Germany.