Gerhard groß in Fahrt – durch das Allgäu

Dem herrlichen Naturpark Tiroler Lech liegt dS wunderschöne Allgäu ganz nah. Da lag es für Elektroroller-Testpilot Gerhard Keppeler buchstäblich nah, mit seinem Vehikel auch da eine Runde zu drehen.

Zunächst genoss er dabei den Blick auf ein Relikt der Würmeiszeit – den nur bis zu zehn Meter tiefen Hopfensee. 6,8 Kilometer ist eine Tour rings um ihn herum lang. Im Kurort Hopfen am See herrscht da fast zu allen Jahreszeiten pulsierendes Leben.
Nächste Station war dann Sulzberg im Oberallgäu mit seiner mächtigen Burgruine, in der einst die Herren von Schellenberg residierten.
Nicht mehr so gerne erinnert man sich an die Herren, die die Ordensburg im nahen Sonthofen errichteten: Die Nazis wollten das Gebäude, das 1935 fertig gestellt wurde, äks Adolf-Hitler-Schule zur Kaderschmiede machen.
Heute nutzt es die Bundeswehr – als Generaloberst-Beck-Kaserne.
Doch man tut Sonthofen unrecht, wenn man es nurauf die Ordensburg reduziert. Es hat auch viele kulturelle Glanzlichter zu bieten: von der Pfarrkirche St. Michael über die Frauenkapelle und die Alte Schule bis zum Leprosenhaus und dem Öko-Kurpark.
Bis ins 14. Jahrhundert hinein gehörte das Tanneimer Tal übrigens zur Pfarrei St. Michael in Sonthofen. Aber das dürfte Gerhard nicht geahnt haben, als er über das wohl schönste Hochtal Europas wieder sein Domizil in Weißenbach am Lech ansteuerte. 152 Kilometer mehr zeigte sein Tacho am Abend mehr als beim Start an.

Gerhard groß in Fahrt – ins Lechtal

Ein Top-Spezialist in Sachen Alpenpässe – das ist mein Elektroroller-Mitstreiter Gerhard Keppeler mittlerweile geworden. Gefühlt gibt es kaum einen, den er noch nicht bezwungen hätte. Und so konnte er nach der Nacht in Pfunds es wohl kaum erwarten, bis es wieder losging.

Über die Bezoirkshauptstadt Imst nahm sich der Neckarhäuser das Hahntennjoch vor, das ja gerade unter Motorradfahrern einen nachgerade legendären Ruf besitzt. Auf bis zu 18,9 Prozent Steigung kommt diese Strecke, und das schafft ein Elektroroller nicht so ohne Weiteres. Das wissen ja auch die Teilnehmer der Sommertour von Zetiung und Bürgertreff im vergangenen Jahr, als es mit dem Bus auf die Passhöhe ging, um von dort zur Anhalter Höhe und dann wieder hinunter ins Namloser Tal zu wandern.

Die Straße freilicht verläuft anders.Über Boden nach Bschlabs, wo nicht nur die Wallfahrtskirche Maria Schnee zur Einkehr lockt, sondern auch ein höchst bemerkenswerter Weg der Sinne mit vielen Impulsen für die Seele.

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Und der Seele tut auch der Naturpark Lechtal gut, in den Gerhard dann hinunter rollte. Der Lech ist nämlich einer der letzten echten Wildflüsse der Alpen, in denen das Wasser den Schotter hin- und herschiebt und nach jeder Schneeschmelze neue Naturbilder erzeugt.

Dort, wo die Straße ins Tannheimer Tal abzweigt, schlug Gerhard dann für fünf Tage sein Standquartier auf: in Weißenbach. Nach 104 Kilometern an diesem Tag.

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Durch den schwäbischen Wald – mit letzter Kraft

Puuuhhh!!!! Das ist noch gerade mal so gut gegangen. 50 Meter musste ich meinen Elektroroller sogar noch bergauf schieben, weil es in Untergröningen im Kochertal überraschenderweise  kurz vor der Ortsmitte dann doch noch hoch ging und die Roll-Energie nicht mehr ausreichte, um in den Brauerei-Gasthof Lamm zu kommen, der mir nun (da ich diesen Eintrag zu schreiben beginne) schon seit eineinhalb Stunden Strom-Asyl gewährt.
Bier-Sauerbraten und Nachtisch (Maracujasorbet mit Melone) waren prima, nun kann ich noch den Bericht über meine ersten drei Stunden Elektroroller-Expedition im Fernverkehrs-Test niederschreiben, damit er heute Abend nochs in Netz kommt.
Daß es solch ein Nervenkitzel werden sollte, war nicht absehbar, als ich mich am Sonntag um 10.30 Uhr in der Heiligkreuzstraße in Nürtingen auf die Reise machte.

Mit wieviel Reserve? Darum hab ich mich erst mal gar nicht gekümmert. Laut meiner subjektiven Erinnerung musste ich noch etwa 90 Prozent “Saft” im Tank haben. Und so wichtig war es ja gar nicht. Ging es doch erst einmal ums “Einrollen” bis zur Mittagszeit, dann würde ich schon weitersehen.
Und kamen wir über Oberboihingen, Wernau und Reichenbach flotter voran, als ich dachte. Allerdings hätte ich nicht vermutet, daß der Schurwald-Aufstieg nach Hegenlohe doch so anspruchsvoll ist. Stellenweise kann ich nur Tempo 25 fahren, aber oben auf der Höhe bringt der Emco dann doch wieder volle Leistung, als wäre nichts gewesen.
Beim Hinabrollen gen Schorndorf krieg ich wieder Hochgefühle: Ich kann die Akkus schonen, das läuft ja ganz von allein! Ich bedauere die armen Motorradfahrer, die sogar noch bergab Gas geben müssen, um zu zeigen, welch tolle Männer sie doch sind.

Im Städtle im Remstal  wird es dann verwirrend. Plötzlich bin ich in Urbach, wo ich eigentlich gar nicht hin wollte. Aber was soll’s: Ich kann mich ja einfach treiben lassen. In Plüderhausen freilich ist die Straße nach Lorch gesperrt. Kurz zuvor hab ich ein Schild in Richtung Bärenbachtal gesehen. Da fahr ich jetzt hin. Vielleicht kommt man da ja Richtung Welzheim.
Denkste. Sackgasse. Nur Radler dürfen in den Schwäbischen Wald hinein. Aber auf dem Wanderparkplatz, wo es quasi finito ist, treffe ich Boris Polak aus Winterbach mit seiner Frau. Sie geht nach ein paar Minuten schon mal zum Auto vor, aber er ist sehr interessiert an meinem Elektro-Roller. 30 Kilometer hat der nun in ziemlich genau einer Stunde geschafft.Wir verplaudern uns fast. Boris ist sehr skeptisch, was Elektro-Mobilität bei Autos anbelangt: “Aber so 50 Kilometer rund uns Haus herum, ist so ein Roller sicher Klasse! ”

Skeptiker in Sachen Elektromobilität: Boris Polak aus Winterbach

Recht hat er. Aber jetzt soll ja mal herausgefunden werden, wie gut der Emco ist, wenn ich mich mal eine größere Distanz von daheim entferne.

Notgedrungen geht es erst mal wieder zurück nach Plüderhausen. Dort wird auch eine Gefahr deutlich: Ein kleines Mädchen mit Schäferhund steht am Straßenrand. Der Vierbeiner hört mich nicht, rennt auf die Fahrbahn, zieht das Kind, das ihn nicht halten kann, hinterher. Im letzten Moment kann ich noch bremsen. Gottseidank.

Dank der Umleitung in Plüderhausen komme ich nun durch das Walkersbacher Tal. Idylle pur. Kleine Häuschen, tiefgrüne Wälder. Vor ein paar Tagen hat bei der Limes-Wanderung der Nürtinger Zeitung und ihrer Partner im nahen Schwäbisch Gmünd mein Kollege Heino Schütte von der Rems-Zeitung von einem “Bären-Alarm” vor ein paar Jahren hier erzählt. Obwohl ein Großaufgebot an Polizei im Einsatz war, fand man Meister Petz nie. Da hatte sich wohl jemand einen Scherz erlaubt und war in einem haarigen Kostüm durch den Tann getappt.

Zwischenstopp am Limes: das Ostkastell in Welzheim.

In Windeseile bin ich nun im Ostkastell in Welzheim, das auf mich bei der Nachtpatrouille mit unseren Lesern am Mittwoch großen Eindruck gemacht hatte. Hier stoppe ich kurz, um mir die Sache mal  bei Tag anzugucken.

Die zweite Stunde an reiner Fahrzeit ist dann in Gschwend um. 77,3 Kilometer habe ich ab der Nürtinger Stadtbrücke bis jetzt zurückgelegt. Gar nicht schlecht, finde ich.
Die “idyllische Straße”, die ich hier fahren wollte, scheint keine große Nummer zu sein. Ich sehe kaum noch ein Schild, Das ist mir jetzt auch Wurst. Hier komme ich auch so durch, das sind schließlich die Wälder meiner Jugend, in denen ich mit den Eltern Wandern und Pilze sammeln ging, hier lebten auch viele meiner besten Schulfreunde – und so geht es über Hönig, wo wir auf einer Obstwiese unser Abi gefeiert haben, nach Ruppertshofen, Tonolzbronn (wo ich es schade finde, daß die Stephanuskirche mit ihren Wurzeln im 10. Jahrhundert leider nach evangelischer Sitte geschlossen ist) und Eschach. Nachdem ich dort das Grab meines Freunds und Kollegen Otto E. Lackner (einst Sportredakteur im Mantelteil unserer Zeitung) besucht habe, schwächelt leider mein Vehikel. Als der Zeiger auf der “Tankanzeige” leicht zurück ging, hab ich mir nicht viel dabei gedacht. Aber nun geht es ratzfatz.

Das ist ein echtes Manko bei diesem Roller. Man kann sich auf “dürre Zeiten” nicht groß vorbereiten. Das geht dann binnen Minuten – und es läuft nichts mehr. Zumindest beim Roller. Und wenn es einen dann wie hier mitten im Schwäbischen Wald mit seinen Streusiedlungen trifft, dann ist das umso blöder. Aber ich hab nochmal Glück, drehe den Zündschlüssel auf “off” und warte ein paar Minuten. Das bringt immerhin noch so viel Saft, daß es bis zur Hangkante reicht.

Ab da schießt mein Gefährt auch ohne Strom ins Tal.
Die oben erwähnten 50 Höhenmeter zu schieben, kosten zwar eine Menge Schweiß, aber bei dem guten Essen im “Lamm” läßt sich das schnell verschmerzen.

Strom-Asyl im Kochertal: Der Brauerei-Gasthof Lamm in Untergröningen.

Nun sind zweieinhalb Stunden vorbei. Ich setzt mich wieder auf meinen Roller. Und bin gespannt, wie weit und wohin es heute noch reicht.

Auch das steht dann natürlich im Blog.

Gerhard groß in Fahrt – im Naturpark Lechtal

4140 Hektar ist er groß, der Naturpark Tiroler Lech. Mittendrin hatte Elektroroller-Testpilot Gerhard Keppeler für fünf Tage sein Standquartier aufgeschlagen. Von dort auch steuerte er auch Orte an, die er schon beim Anrollen mal durchfahren hatte. Und betrachtete sie aus einer anderen Perspektive.

Da strebte er zum Beispiel am zweite Weißenbacher Tag der Quelle des Lech entgegen. Über Hochkrumbach gelangte er dann nach Lech – dem Ort, in dem sich (namentlich im Winter) so gern die Reichen und die Schönen treffen. Da drehte er wieder um und folgte dem Lauf eines der letzten großen Wildflüsse Europas: In Stanzach (das den Stauferlöwen im Wappen führt) wiederum bog er nach rechts ab. Das Namloser Tal kletterte er per Roller hoch und kam dann über Rinnen (wo sich in Karin Rimmls  Rimmlstube immer das Hauptquartier der Sommertour von Zeitung und Bürgertreff befindet, an der auch Gerhard schon mehrmals teilnahm) nach Berwang. Und über Bichlbach, Reutte und Hinterhornbach sammelte er dann weiter Kilometer – sage und schreibe 199 waren es, als er sein Vehikel wieder in Weißenbach abstellte.

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Gerhard groß in Fahrt – in die Schweiz und nach Italien

Kaum zu bremsen ist weiterhin mein Elektroroller-Mitstreiter Gerhard Keppeler. Das Furkajoch konnte (wie berichtet) seinen Tatendrang nicht bremsen. Was sollte da noch passieren? Auf jeden Fall beflügelte dieses Erfolgserlebnis Gerhard zu neuen Taten.

Nach der Übernachtung in Damüls packte er zum Beispiel gleich einmal das fast 1500 Meter hohe Faschinajoch. Auch wieder so ein Motorrad-Buckel. Doch auch das war für den Neckarhäuser kein Problem.

Durchs das Biosphärengebiet Großwalsertal (ein herrliches Stückchen Erde) steuerte er dann die Bezirkshauptstadt Bludenz an – Herz der Alpenregion, in dem unter anderen die legendäre Milka-Schokolade produziert wird. Ob Gerhard da irgendwo lila Kühe gesehen hat?

Vielleicht hatte er aber auch gar keine Augen dafür. Schließlich zog es ihn ins Montafon, wo sich Literatur-Nobelpreisträger Ernest Hemingway genauso wohl gefühlt hatte wie die Nürtinger Verleger-Legende Gustav Senner, lange Zeit an der Spitze unserer Nürtinger Zeitung.

Danach genoss er die etwas mehr als 25 Kilometer lange Silvretta-Hochalpenstraße hinauf auf die Bielerhöhe und wieder hinunter ins Paznauntal. Danach wartete ja schon die nächste Bezirkshauptstadt: Landeck.

Dot tankte er über Nacht Kraft. Am nächsten Morgen stand schließlich schon eine weitere Herausforderung an. Innaufwärts steuerte er zunächst Martina in der Schweiz an, wo das Vallader, ein Dialekt des Rätoromanischen, gesprochen wird. Aber dort in Graubünden hatte er noch lange nicht genug. Die Passhöhe des Reschen, die mußte schon noch sein. Schließlich ist das ja auch die Wasserscheide zwischen Schwarzem Meer (über die Donau) und dem Mittelmeer (über die Etsch).

Gerhard entschied sich für Letzteres. Südtirol hatte es ihm angetan. Und so genoss mein Elektroroller-Mitstreiter den Abend und die Nacht in Schleis im Vinschgau. Auch dort gibt es übrigens eine Laurentiuskirche. Genau wie in Nürtingen.

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Gerhard groß in Fahrt – über das Stiflser Joch

Höher geht es kaum noch. Nur noch in Frankreich. Am Col de l’Iseran in Frankreich. Dieser Gebirgspass  ist 13 Meter höher als das Stilfser Joch mit seinen 2757 Metern. Aber das ist so gut wie nichts.

Vom österreichischen Kaiserreich wurde die Straße 1820 bis 1826 gebaut, um Tirol möglichst schnell mit den norditalienischen Gebieten zu verbinden. Die Lombardei zählte damals ja zum Reich der Habsburger. Auch im Ersten Weltkrieg spielte dieser Gebirgskamm Kamm eine große Rolle, verlief hier doch die (weitgehend unbewegliche) Alpenfront. Einige Militärstellungen aus dieser Zeit dürfte mein Elektroroller-Mitstreiter Gerhard Keppeler gesehen haben, als er sich vom Südtiroler Vinschgau aus die 48 Kehren hochkämpfte.

Und diese Tour war einer Königsetappe durchaus würdig. Geduld brauchte der Neckarhäuser dabei sicher. Denn sein Emco hatte einiges zu leisten. Nicht ohne Grund führt der Giro d’Italia, das zweitberühmtesten Radrennen der Welt des Öfteren über diesen anspruchsvollen Pass.

Und Gerhard meisterte das schier Unglaubliche: Er schaffte es, vorbei am Berghotel Franzenshöhe, dessen Name  noch an die Zeit der Habsburger erinnert, hinauf zur Passhöhe. Das machte ihm wohl so richtig Laune. Denn gleich danach nahm er sich den Umbrailpass vor – mit 2501 Meter ja auch kein Kinkerlitzchen. Da geht es immerhin um den höchsten Gebirgspass der Schweiz.

Wie schon vorher (mit dem Blick auf den Ortler) konnte der Nürtinger auch hier eine herrliche Landschaft genießen – nicht ohne Grund deklarierten die Eidgenossen die Landschaft ums Münstertal und den auch von Gerhard Keppeler bezwungenen Ofenpass (auch er stolze 2149 Meter hoch) zum Schweizer Nationalpark, in dem die Natur sich ohne Einfluss des Menschen entwickeln kann. Nur ein paar Straßen oder Wanderwege führen da durch. In Zernez, dem Graubündner Ort, in dem Gerhard wieder das Tal erreichte, erzählt ein interessantes Museum über die Vielfalt der Pflanzen und Tiere dort.

Zu Übernachtung zog es Gerhard dann doch wieder den Inn entlang Tirol: Nach 145 Kilometern stellte er in Pfunds seinen Roller ab. Verdiente Ruhepause für beide.

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Eine 8 auf der Alb

Aufbruchstimmung auch bei Silke Thews: Ihr Elektroroller ist nun auch im Langzeit-Test unterwegs. Emco berichtet mal wieder selbst:

Herzliche Grüße aus dem Kloster Untermarchtal an der Donau.

Seit einigen Tagen bin ich nun auch auf großer Fahrt.

Meine Route verläuft auf verkehrsarmen Straßen in Form einer großen Acht über die Schwäbische Alb. Das Wetter ist traumhaft, die Landschaft ist einzigartig schön.

Endlich kann ich alle Sehenswürdigkeiten abklappern, die ich schon immer mal besuchen wollte. Mit dem Elektroroller habe ich bisher jede Steigung geschafft und bergab war es die reinste Freude. Einige bisher besuchte Orte seien genannt: Schloß Lichtenstein, die romanische Kirche in Burgfelden-Albstadt, der Knopfmacher-Felsen, Kloster Beuron, Burg Wildenstein, das Donautal hinab über Inzighofen nach Riedlingen und weiter bis nach Untermarchtal.

Die ganze Region ist hervorragend mit breiten, geteerten Rad- und Wanderwegen erschlossen, die sich auch zum Elektrorollerfahren sehr gut eignen. Am Wegesrand finden sich Übernachtungsmöglichkeiten und lauschige Plätze zum rasten. Ich habe noch einige Etappen vor mir und werde weiter berichten.

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Zurück daheim -mit vielen Fragen

Nun sind wir wieder gut in Stuttgart gelandet. Aber leider unser Gepäck nicht. Alles hätte so schön sein können, wenn der Carrier der Air France in Turin pünktlich losgeflogen wäre. Ist er aber nicht. Stattdessen war es eine Hetze ohnegleichen über den riesigen Flughafen Charles de Gaulle in Paris.
Direkt kann man nämlich nicht mehr zwischen den einstigen Automobil-Metropolen Turin und Stuttgart pendeln. Turin ist im Nichts verschwunden. Früher war es ein Magnet für ganz Italien. Bei FIAT zu arbeiten war ein Ritterschlag. Zigtausende Sizilianer, mein eigener Schwager aus dem Veneto, meine Schwester aus Schwäbisch Gmünd im Remstal -alle zogen dorthin ins gelobte Land.
Doch wo Milch und Honig floß (zumindest für italienische Verhältnisse) herrscht nun Dürre. Und das nicht nur zur Sommerszeit, sondern auch im Winter, wenn es schneit.
FIAT – das war der italienische Daimler. Lebensstellung, unkündbar, alles kein Problem. Heute sprechen die, die sich vom Magneten Turin anziehen ließen, voller Verachtung davon, daß das neue Management die früher tollen Autos nun in Rumänien oder gar (igitt,igitt!) in Albanien fertigen lässt.
Das erzähle ich nicht aus Hochmut. Sondern aus Nachdenklichkeit. Meine Schwester kam ins damals gelobte Land. Und es stimmt ja auch: Piemont ist wunderschön.
Und genauso vom Auto abhängig wie der Kreis Esslingen. Der auch wunderschön ist. Aber ich frage mich:Ist es richtig, alles nur aufs Auto auszurichten?
Besser gesagt: Auf das benzingetriebene.
Auch darüber hab ich mit den Menschen im Piemont gesprochen.
Antwort: “Das wäre toll. FIAT ist dran, aber hat noch nichts.”
Daimler hat schon was. Aber noch nichts Offizielles. Was relativ Gutes.
Aber davon sei erst demnächst in diesem Blog die Rede.
Das ist eine andere Geschichte.



Posted from Schweinfurt, Bayern, Germany.

Gerhard groß in Fahrt – übers Furkajoch

Vor mir auf der Alpe Toglie hoch überm Susa-Tal  bimmeln die Kühe. Ihnen macht der Regen nichts aus. Sie verteilen sich auf den satt grünen Almwiesen hier im Piemont und genießen den Tag, egal wie das Wetter ist.

1000 Meter Abstieg warten heute auf der letzten Etappe unserer diersjährigen Wanderung auf der Grande traversata delle Alpi (GTA) auf uns. Wieder ein ganz schönes Stück Holz. Vor allem bergauf, wie uns gestern ein Freiburger, ein Ravensburger und ein Allgäuer aus der Gegend von Oberstaufen erzählt haben, mit denen sich unser Weg gekreuzt hat  und mit denen wir das Matratzenlager hier auf 1530 Meter teilten. Die haben ganz schön gekeucht, als sie hier oben ankamen.

Gerhard Keppeler, mein Mitstreiter auf der Elektroroller-Expedition der Nürtinger Stadtwerke, hat mittlerweile Dutzende solcher Anstiege bewältigt. Aber weder er noch sein Elektroroller sind ins Keuchen gekommen.

Auch nicht auf seiner zweiten Etappe. Zunächst ließ er es am Bodensee entlang über Lindau bis Bregenz ruhig angehen. Man soll ja weder sich noch den Elektroroller überfordern. Aber dann stand schon die erste Bergprüfung an – das Dörflein Schwarzenberg liegt auch schon fast 700 Meter hoch. Die klassizistische Malerin Angelika Kaufmann hat in dem Ort, in dem viele Häuser unter Denkmalschutz stehen, gewohnt. Sogar Goethe hat sie in seiner Farbenlehre lobend erwähnt. Und das will schon was heißen.

Ob Roller-Recke Gerhard Zeit fand, sich das schöne Museum, das ihr gewidmet ist,  anzuschauen? Darüber steht im Tagebuch nichts. Vielleicht startete er auch gleich durch auf den Losenpass, der ihn auf das doppelt so hoch wie Schwarzenberg liegende Bödele brachte, wo einer der seinerzeit besten Skifahrer der Welt, Marc Girardelli, das Beherrschen der Bretter erlernte und später das Alpenhotel kaufte.

Die Abfahrt brachte ihn dann wieder hinab ins Rheintal. Aber Gerhard hatte nicht genug. Das Laternser Tal mit seinen Walser-Dörfern zog ihn geradezu magisch an. Und dem Zauber des Furkajochs konnte er sich einfach nicht entziehen. Da musste er einfach rauf. Die Fahrt über den 1761 Meter hohen Pass sei einfach grandios gewesen, schwärmte er noch Tage danach. Dass Motorradfahrer über diese Höhe brettern, ist ja keine Notiz mehr wert. Aber Gerhard Keppeler dürfte hier an diesem Berg Elektroroller-Geschichte ngeschrieben haben. Ob ihm das bewusst war, als er nach 125 Kilometern sein Nachtquartier in Damüls aufschlug?

 

 

Gerhard groß in Fahrt – zum Bodensee

In der Trattoria in Usseaux im Chisone-Tal schmeckt der doppelte Espresso wunderbar. 1450 Meter sind wir vauf unserer heutigen Etappe der Grande Traversata delle Alpi durchs Piemont  (GTA) von Balsiglia (einem Dörfchen, das in der Geschichte der Waldenser eine bedeutende Rolle spielt) hoch zum Col Albergian (2713 Meter) und dann auf der anderen Seite wieder hinunter ins Chisone-Tal. Eine starke Leistung, finde ich, gottlob war es wolkig und wir mussten außer gegen die Höhe nicht auch noch gegen die Sonne kämpfen.

Aber was mein Elektroroller-Mitstreiter Gerhard Keppeler in den vergangenen Wochen mit seinem Gefährt geleistet hat, ist auch wahrlich vom Feinsten. Eine ausgestopfter Zehn-Ender zu meiner Linken und ein präparierter Mufflon zu meiner Rechten schauen mir über die Schulter, während ich Gerhards Touren-Tagebuch, das mich über einige Umwege erreicht hat, durchgehe und für den Blog aufbereite. Auch sie können kaum fassen, was der Testfahrer aus Neckarhausen berichtet.

Der Sieg bei der Elektroroller-Expedition dürfte ihm schon jetzt nicht zu nehmen sein. Aber das spielt ja ohnehin nur eine untergeordnete Rolle. Wichtig ist, mal zu testen, was so ein Vehikel wirklich leistet.

Schon Gerhards allererste Tour war eine Glanzleistung: Da hat er es nämlich gleich bis zum schwäbischen Meer geschafft, was ich im vorhinein für unmöglich gehalten hätte.

Gut, nach Urach und über Sirchingen ins Lautertal, das hätte mich nicht verwundert. Auch Hayingen schien mir im Bereich des Machbaren. Na gut, dann kann man sicherlich mit etwas Glück noch hinunter ins Oberschwäbische rollen. Aber dann noch den „heiligen Berg Oberschwabens“, den Bussen, mit seinen 767 Metern zu packen und am Federsee entlang zum Höchsten, der mit 837 Metern der höchste Berg im Linzgau ist, zu tuckern (was für einen Elektroroller ja eigentlich der falsche Ausdruck ist), das läßt schon staunen. Und nach der Fahrt durchs Degerhauser Tal über Meckenbeuren zum Bodensee war die Nachtruhe in Eriskirch nach 174 Kilometern sicher verdient. Für Fahrer und für Roller gleichermaßen.